Lanzarote im November: Golf, Wein, Essen, Natur, Architektur

Start nach Lanzarote

Flug mit Edelweiss von Zürich nach Lanzarote (WK228), Zürich ab pünktlich um 9.30 Uhr (Flug direkt bei Airline gebucht, da günstigstes Angebot). Sehr angenehmer Flug in Business, aufmerksame und nette Flight Attendants, das vorbestellte laktosefreie Menu wurde ohne Probleme geliefert.
Entgegennahme des Sixt Mietwagens, Suche nach Mietdesk hat etwas gedauert (Sixt ist Partner von Topcars). Danach problemlose Anfahrt zur gemieteten Villa in der Anlage der Alondra Vilas y Suites in Puerto del Carmen. Leider gab es ein kleines Problem mit unserer gebuchten Gran Villa (direkt gebucht übers Hotel). Wir mussten für eine Nacht eine kleinere Villa beziehen. Als Entschädigung wurde uns ein grosszügiges Nachtessen im hoteleigenen Restaurant offeriert, welches sehr lecker war.

Lanzarote: Lanzarote Golf Resort und Alondra Vilas y Suites Golf Villa

Umzug in die Gran Villa (Nr. 43), welche sehr grosszügig konzipiert ist (3 Schlafzimmer und 3 Badezimmer, grosser Pool). Durch die vielen Einbahnstrassen ist der Umzug von einer Villa in die andere nicht ganz einfach. Unsere Villa hat als zusätzliches Extra einen Golf-Bunker sowie Putting Green. Mit dem Zimmerschlüssel werden uns 1 Putter, 1 Sand-Wedge sowie drei Bälle übergeben, welche wir natürlich sogleich im Übungsbunker ausprobieren müssen.
Nachdem wir nun so richtig Lust auf den “richtigen” Golfplatz gekriegt haben, geht es direkt zum Lanzarote Golf Resort nur ca. 7 Minuten von der Hotelanlage entfernt. Ein Twilight Package für 2 Greenfees und 1 Buggy kostet EUR 116.-. Der Platz ist sehr schön gelegen, nicht allzu schwierig und ausser einigen Lavamauern mit keinen grossen Schwierigkeiten ausgestattet. Die Tee-Boxen sind nicht immer ganz einfach zu finden und die Beschilderung manchmal etwas irreführend. Ansonsten haben wir unseren Tag jedoch sehr genossen. Das Club House ist sehr klein und schliesst um 18.30 Uhr. Nachtessen in der Taberna de Nino, Calle Tanausú, 3,  in der Nähe des alten Hafens von Puerto del Carmen. Sehr vielseitige und abwechslungsreiche Tapaskarte. Empfehlenswert.

Lanzarote Golf Resort Tee 1

Olloworld Lanzarote Golf Resort Tee 1

Lanzarote: Playa de Famara, Teguise und interessante Restaurants

Fahrt zur Playa de Famara, welche als langer Sandstrand mit bei Surfern beliebten Wellen bekannt ist. Auf der Fahrt entlang der Strasse immer wieder Ausblick auf verschiedene Bodegas mit dem für die Insel typischen Rebbau (Rebe ist windgeschützt in Löchern/Kratern gepflanzt). Herrlicher Spaziergang entlang des Strandes. Am Strand findet man immer wieder runde Lavasteine unterschiedlicher Farbe. Wir haben erfahren, dass grosse Steine nicht ausser Landes gebracht werden dürfen. Am Flughafen finden teilweise Kontrollen diesbezüglich statt.

Lanzarote Playa de Famara

Olloworld Lanzarote Playa de Famara

Fahrt ins Dorf Teguise, wo es sehr viel Hippie- und Naturläden gibt. Wir besuchen ein kleines Aloe Vera Museum  mit guten Produkten (Kosmetik, Bad, Meringues, etc.), von denen wir einige nach Hause mitnehmen. Danach meldet sich unser Hunger und wir essen im Bio Restaurant Hespérides, welche exzellente Tapas und Wein by the Glass anbietet. Sehr empfehlenswert, eher gehobene Preisklasse.

Lanzarote Hespérides Teguise

Olloworld Lanzarote Hespérides Teguise

Am Nachmittag Abholen unserer Freunde vom Flughafen. Am Abend Dinner im Restaurant des Hotels La Isla y el Mar. Modernes, eher kühles Interieur mit Plexiglasstühlen und origineller Deckenbemalung, welche die verschiedenen Lebensphasen beschreibt. Das Essen ist kreativ Spanisch (farblich etwas gewöhnungsbedürftig in Schwarz und Weiss und viel mit Sepia-Tinte). Begrüssungs-Prosecco zum Starten.

Lanzarote: Architektur von Manrique, Jameos del Agua

Besuch der Fundación César Manrique in Tahíche. Ein absolutes Highlight nicht nur für Architekturfans. Das Haus wurde von César Manrique in unterirdische Lavahöhlen eingebettet.

Lanzarote Fundación Cesar Manrique

Olloworld Lanzarote Fundación Cesar Manrique

Danach Weiterfahrt zu den Jameos del Agua im Norden der Insel, ebenfalls ein Kunstwerk von César Manrique. Mittagessen in der Höhle (kleine und grössere Karte, originelles Umfeld, Essen ok). Die teilweise eingestürzte Lavahöhle ist Lebensraum von winzigen Albinokrebsen, deren Herkunft nicht restlos geklärt ist. Ein Pool und ein unterirdischer Konzertsaal sind ebenfalls in die Landschaft respektive die Lavahöhlen eingefügt. Zum Ort gehört ein Museum, welches den vulkanischen Ursprung der Insel erklärt. Das Museum ist leider etwas in die Jahre gekommen – ein Update ins digitale Zeitalter würde nicht schaden.

Lanzarote: Golfclub Teguise

Heute nehmen wir uns den zweiten Golfplatz auf Lanzarote vor, den Golfclub Teguise. Das Golf-Package (2 Green-Fees und 1 Buggy für EUR 150.-) haben wir vorweg online gebucht. Die Fairways sind in Lavafeldern eingebettet, oft landet der Ball deshalb im Lavasand / -kies (der Golfer muss entscheiden, ob er seine Schläger «opfern» will, oder einen Strafschlag in Kauf nimmt). Schöne Clubhaus-Terrasse für gemütlichen Apéro, Essen haben wir nicht getestet, Karte sah aber interessant aus.

Lanzarote: Wein, Weingüter und wieder tolle Restaurants

Weintour zu den Bodegas. Zuerst ging es zur Bodega Vulcano respektive der Boutique der Bodega in Tias. In der kleinen, gepflegten und mit modernen Elementen ausgestatteten Boutique konnten wir je einen Weiss-, Rosé-, Rot- und Süsswein verkosten. Erwähnenswert sind die sehr guten zusätzlichen Informationen zur Weinregion La Geria (Karten, Übersicht der Bodegas, Restaurantführer), die wir hier erhalten haben. Für Weininteressierte lohnt es sich, vor der Reise die Website zu besuchen, welche viel Wissenswertes über den Weinbau, die Rebsorten sowie die Weine von Lanzarote bereithält.
Danach ging es zur Bodega El Grifo in San Bartolomé. Grosse Anlage mit Museum, welches über den früheren und heutigen Weinbau Auskunft gibt. Sehenswert und einzigartig sind die in Lavagruben gepflanzten Reben, welche den ursprünglichen Rebbau in Lanzarote repräsentieren. Heute werden die Rebanlagen oft auch nach kontinentaleuropäischem Muster (Kopferziehung, Drahtbau) gepflanzt. Im Anschluss haben wir drei Bodega-Besucher uns eine Degustationsplatte mit 7 Weinen, Käse und Kräckern gegönnt, um die Weine der Bodega auch persönlich beurteilen zu können.

Nach dieser «Arbeit» unserer Geschmacksnerven meldete sich wieder einmal unser Hunger. Gleich um die Ecke fanden wir die Finca & Bodega El Chupadero, wo wir uns mit exzellenten Tapas und Wine by the Glass aus ganz Lanzarote verwöhnten. Der Blick vom Restaurant über die vulkanischen Rebfelder berührt hierbei die Sinne und Seele. Dieser Eindruck wird bei Sonnenuntergang und einem schönen Glas Wein aus Lanzarote noch verstärkt.

Lanzarote El Chupadero

OlloWorld Lanzarote El Chupadero

Für das Nachtessen haben wir uns für das Amura in Puerto Calero, einer Villa im Kolonialstil direkt am Meer, entschieden. Gehobenes Restaurant mit sehr guter kanarischer Küche.

Lanzarote Puerto Calero - Amur

OlloWorld Lanzarote Puerto Calero – Amur

Lanzarote: Playa Blanca, Timanfaya Nationalpark, Sonnenuntergang in El Golfo und ein Gourmetrestaurant

Fahrt nach Playa Blanca und Bummel durch den netten Hafen mit vielen kleinen Einkaufsläden. Auf dem Weg zum Hafen finden wir eine Stelle mit zahllosen Steinmännern – offensichtlich lädt dieser Ort zum Verweilen und die Seele baumeln lassen. Wir setzen uns gemütlich an den Hafen und nehmen ein paar erfrischende Drinks ein.

Danach sind wir gerüstet für den Timanfaya Nationalpark. Der Nationalpark kann nur mit einer Busfahrt erkundet werden. Für Wanderungen innerhalb des Parks muss eine Bewilligung eingeholt werden, welche nur sehr limitiert erteilt wird. Bei unserer Ankunft werden wir entsprechend unserer sprachlichen Herkunft auf verschiedene Busse verteilt. Die Busfahrt ist sehr eindrücklich und der Bus hält an den imposantesten Stellen. Bei unserer Rückkehr gehen wir zielstrebig an einen bei Lanzarote-Newcomern unbekannten Ort gleich unterhalb des offiziellen Restaurants: Hier gibt es eine tiefe Felsspalte, durch diese Erdwärme (oder besser gesagt Hitze) nach oben entweicht. In dieser Spalte sind zwei Grillroste angebracht, auf denen wir mit unserem mitgebrachten Grillgut innert Minuten einen leckeren Snack zubereiten. Wir werden dabei von «neidischen» Touristen fotografiert. Es ist doch immer wieder gut, einen «heissen» Tip zu kriegen!

Lanzarote Timanfaya - Lavagrill

OlloWorld Lanzarote Timanfaya – Lavagrill

Lanzarote El Golfo Sunset

OlloWorld Lanzarote El Golfo Sunset

So gestärkt fahren wir zu einem weiteren Highlight der Insel: Dem Sonnenuntergang in El Golfo mit seinen teigartig angeordneten Gesteinsschichten.

Wie kann dieser einmalige Tag nun noch gebührend abgeschlossen werden? Genau, mit einem Dinner in einem einmaligen Restaurant. Auf der Suche nach einem ebensolchen sind wir auf das LaTeGaLa in Machér gestossen. Der Gast kann aus zwei Gourmetmenüs (Menü Estela und Menü Estela Major) auswählen, die es in sich haben: Jeder Gang der kreativen Küche wird als Gesamtkunstwerk serviert. Als Beispiel sei hier das Dessert abgebildet, welches unter dem Motto Herbst auf der Menükarte stand. Eine der Vorspeisen wurde als kleine Äpfel in einen Bonsai gehängt serviert. Allergiker können bereits bei der Bestellung ihre Wünsche anbringen, welche vom Personal erfüllt werden. Das Restaurant ist im für die Insel hohen Preissegment aber das Geld wert. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist der tolle Ausblick Richtung Puerto del Carmen und Küste.

Lanzarote LaTeGaLa - Nachspeise

OlloWorld Lanzarote LaTeGaLa – Nachspeise

Lanzarote: Strandweg nach Puerto Calero

Heute nehmen wir den Küstenweg in Richtung Puerto Calero. Der Weg startet beim alten Hafen in Puerto del Carmen und führt entlang der felsigen Lavaküste mit einigen wenigen Höhenunterschieden nach Puerto Calero. Da es keine schattenspendenden Plätze entlang des Weges gibt und der Wind teilweise stürmisch weht empfiehlt es sich, Wasser mitzunehmen. Der tolle Ausblick hinaus aufs Meer und in Richtung Puerto Calero bietet auch immer wieder etwas für Foto-Fans auf der Suche nach einem neuen Motiv. Nach etwas über 1 Stunde Weg erreichen wir den Hafen von Puerto Calero und bummeln durch das Hafenareal mit seinen zahlreichen gepflegten Läden und kleinen Restaurants. Danach stärken wir uns in einer Tapas-Bar mit einigen lokalen Happen und einem Bier. Der Weg zurück führt entlang des gleichen Weges, nun aber mit einer anderen Perspektive und Puerto del Carmen vor uns.

Lanzarote: El Mirador del Rio, Tapas und ein Weingut

An unserem letzten Tag wollen wir noch ganz in den Norden der Insel, zum El Mirador del Rio, von wo wir einen Blick nach La Graciosa erhaschen möchten. Die Aussicht ist atemberaubend und wir finden auch hier wieder Elemente von César Manrique.

Da Samstag und somit Markttag ist, beschliessen wir auf dem Rückweg ins Palmendorf Haría zum dortigen Kunstmarkt zu fahren. Auf diesem Markt wird lokales Hand- und Kunstwerk angeboten. Wir werden mit zwei Bildern fündig. Da sich nun schon langsam wieder der Hunger meldet, beschliessen wir, nochmals beim Hespérides in Teguise zu stoppen und nehmen nun die Strasse (LZ10) durch die Berge. Dieses Restaurant hat es uns angetan, nur möchten wir diesmal die Hauptgänge testen.

Erneut sind wir restlos überzeugt und verlassen Teguise wohlgenährt und zufrieden in Richtung Bodega La Florida, wo wir kurz vor Ladenschluss um 16 Uhr noch eine kleine Degustation machen können. Die Weine gefallen uns sehr gut. Der Malvasia (weiss) ist sehr frisch mit einer knackigen Säure und gleichzeitig auch mineralisch. Die Rotweine sind aus 100% Listan, der Hauptsorte Lanzarote’s und gefallen durch ihre den Cabernet-Sorten ähnliche Struktur.

Lanzarote Rebbau

OlloWorld Lanzarote Rebbau

Rückkehr von Lanzarote nach Zürich

Good-bye du karge und doch so üppige, reiche Insel! Mit genügend Vitamin D versehen bringt uns Flug WK229 der Edelweiss wieder in die kalte Realität zurück nach Zürich.